| Studienarbeit zu IPv6 | ||
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Cisco als führendem Router-Hersteller kommt eine tragende Rolle bei der Umsetzung und Verbreitung von IPv6 zu. Daher ist es ein Zeichen für die fortschreitende Vorbereitung auf eine Umstellung, dass Ciscos IOS (Internetworking Operating System) seit Version 12.2(2)T offizielle Unterstützung für IPv6 bietet. Ansonsten würde es zu einem Henne-Ei-Problem kommen, dass kein Internet Provider IPv6 anbietet, weil seine Router dies nicht unterstützen, und kein Router es unterstützt, weil es niemand einsetzen würde.
Für den ersten Testaufbau mit einem Cisco Router als Testobjekt ergab sich die im folgenden abgebildete Struktur. Im Rechnernetze-Labor der FH Wedel wird generell das Netzwerk 172.17.17.0/24 verwendet, was sich in der Adressvergabe widerspiegelt. Ausserdem ist der Default-Router mit einer statischen Route auf das Netzwerk 172.17.165.0/24 über den für diesen Aufbau verwendeten Router mit der Adresse 172.17.17.165 konfiguriert.
Um als erstes die grundlegende Funktion von IPv6 sicherzustellen, wurde der Test-Router, bei dem es sich um das Modell Cisco 1605 handelt, mit statischen Site-Local-Adressen konfiguriert. Dabei wurde das eine Interface, Ethernet0, auf eine Site-Local-Adresse des Netzwerks fec0:1::/64 konfiguriert, das bereits für die anderen Tests verwendet wurde. Das andere Interface, Ethernet1, bekam die feste Adresse fec0:2::1/64, und wurde ausserdem dahingehend konfiguriert, dass der Netzwerk-Präfix per Advertisement bekanntgegeben wird, so dass Rechner, die sich in dem Netzwerk befinden, das über dieses Interface angebunden ist, keiner manuellen Konfiguration bedürfen. Ausserdem wurde das Routing von IPv6-Paketen zwischen den Interfaces des Routers aktiviert.
Wird nun eine Arbeitsstation an dieses Interface angeschlossen - ich habe hierfür den Windows XP Testrechner ausgewählt - konfiguriert sich dieser nach einer gewissen Zeit automatisch. Zur Kontrolle wurde dann zuerst ein ping6 in das andere Netzwerk geschickt, und, nachdem die grundlegende Funktion sichergestellt war, auch die Homepage des Linux-Servers per IPv6 aufgerufen. Um zu überprüfen, dass die Verbindung auf dem erwarteten Weg zustandegekommen ist, wurde danach die Ausgabe des netstat-Befehls kontrolliert. Hierbei ist es wichtig festzustellen, dass die Ausgabe von netstat noch nicht optimal ist. Dadurch, dass die Portnummer von der IP-Adresse durch einen Doppelpunkt getrennt wird, erscheint es so, als sei die Portnummer noch ein Teil der IPv6-Adresse, was vor allem dann zu Missverständnissen führen kann, wenn die IPv6-Adresse zu lang für das Ausgabefeld ist und verkürzt werden muss.
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