5.3. Microsoft Windows XP

5.3.1. Zustand nach der Installation

Unmittelbar nach der Installation ist die IPv6-Unterstützung von Windows XP nicht aktiviert, aber bereits installationsbereit.

5.3.2. Schritte zu einem IPv6-fähigen Netzwerkstack

Um die nach der Installation vorhandene Unterstützung für IPv6 zu aktivieren muss nur einmal der Befehl "ipv6 install" aufgerufen werden. Nach einem Neustart ist dann der IPv6-Stack aktiviert, was durch den Aufruf von "ipv6 if" überprüft werden kann.

Ähnlich wie unter Windows 2000 wurden bestimmte IPv6-Adressen automatisch zugewiesen. Neben der Link-Lokalen Adresse für das Ethernet-Interface und den bereits bei Windwos 2000 besprochenen Multicast-Adressen wurde ausserdem die Multicast-Adresse ff01::1 konfiguriert, die alle Interfaces auf dem lokalen Rechner anspricht.

5.3.3. Konfiguration von statischen Site-Local Adressen

Die Konfiguration unter Windows XP funktioniert genauso wie unter Windows 2000. Für diesen Rechner habe ich allerdings die Adresse fec0:1::6 verwendet.

5.3.4. Bereits vorhandene IPv6-fähige Dienste

Nach offiziellen Angaben soll auch der Telnet-Server unter Windows XP eine IPv6-Unterstützung aufweisen. Leider liess sich auch dies nicht überprüfen, da er das gleiche Verhalten wie der Windows 2000 Telnet Server zeigte.

5.3.5. Bereits vorhandene IPv6-fähige Clients

Der bei Windows XP enthaltene Telnet-Client ist voll IPv6-Fähig, und somit als Diagnosewerkzeug gut zu gebrauchen. Auch hier beherrscht der FTP-Client offiziell das IPv6-Protokoll, was sich allerdings leider aufgrund des fehlenden Servers nicht überprüfen lässt.

Solange kein Proxy Server eingestellt ist kann man auch problemlos mit dem Internet Explorer 6.0 auf IPv6-Webserver zugreifen. Allerdings wird die direkte Eingabe von IPv6-Adressen nicht mehr unterstützt, so dass eine Namensauflösung zwingend notwendig ist. Diese kann wahlweise über die hosts-Datei oder über einen DNS-Server erfolgen, der die entsprechenden AAAA-Anfragen beantworten kann.

5.3.6. Schritte zu weiteren IPv6-fähigen Diensten und Clients

Da die vorhandenen Dienste und Clients ausreichend waren um die grundlegende Funktion zu prüfen wurden keine weiteren Programme installiert.