| Studienarbeit zu IPv6 | ||
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Der Standard-Header ist der Header, den jedes IPv6 Paket mindestens mitführen muss.
Die Version ist festgesetzt auf 6. Die Verkehrsklasse, oder Traffic Class, dient der Klassifizierung verschiedener Datenströme mit der Perspektive, bestimmte Klassen bevorzugt zu behandeln. Die Flusskennung, oder Flow-Label, kann von einem Rechner, der Pakete aussendet, genutzt werden, um damit zusammengehörige Pakete zu kennzeichnen. Pakete mit gleichen Quell- und Zieladressen und demselben Flow Label dürfen sich nicht in den Headern für Zwischenstationen unterscheiden, so dass Router nicht die Header jedes Paketes auswerten müssen, sondern diese Berechnungen nur einmal stattfinden. Die Nutzlast-Länge, oder Payload Length, ist die Anzahl an Bytes, die auf den Standard-Header folgen, inklusive aller Erweiterungsheader. Das Next Header Feld bezeichnet den Typ des Headers, der direkt auf den Standard-Header folgt. Hat dieses Feld den Wert 59, so bedeutet das, dass kein weiterer Header auf diesen folgt. Das Hop Limit bezeichnet die maximale Anzahl verbleibender Netzwerkübergänge. Dieses Feld wird von jedem Router, den das Paket passiert, um eins reduziert. Nimmt das Feld den Wert 0 an, so wird das Paket vom Router verworfen. Die Quelladresse bezeichnet den Absender des Paketes, die Zieladresse den vorgesehenen Empfänger des Paketes. Dies muss allerdings nicht der endgültige Empfänger sein, wenn ein Routing-Header vorhanden ist.Für den Fall, dass weitere Paketinformationen übertragen werden müssen, werden diese als Erweiterungs-Header in Form einer verketteten Liste an den Standard-Header angehängt. Diese Erweiterungs-Header werden ausschliesslich von dem Rechner ausgewertet, dessen Adresse als Empfänger eingetragen ist. Alle Zwischenstationen werten ausschliesslich den Hop-By-Hop Options Header aus.
Um die Verarbeitung zu beschleunigen ist die Reihenfolge der Header im Paket fest vorgeschrieben. Daher muss ein Router immer nur das Next Header Feld des Standard-Headers dahingehend überprüfen, ob ein Hop-By-Hop Options Header folg. Ist das nicht der Fall so befinden sich in dem Paket keine Informationen für den Router.
Ist es notwendig, dass der absendende Rechner bestimmt, welchen Weg das Paket zum Ziel nimmt, so kann der erste vorgesehene Router als Ziel des Paketes angegeben werden und alle weiteren Schritte zum endgültigen Ziel in einem Routing-Header abgelegt werden. Ein Router verarbeitet solche Pakete, indem er aus dem Routing-Header die nächste Zwischenstation ausliest und als neue Zieladresse verwendet.
Ein weiterer wichtiger Erweiterungs-Header ist der Fragmentation Header. Anders als bei IPv4 dürfen IPv6-Pakete niemals von Zwischenstationen verändert werden. Ist ein Paket zu gross um weitergeleitet zu werden muss eine ICMPv6-Nachricht an den Absender erzeugt werden. Idealerweise sollten Anwendungen vor Verbindungsaufbau eine Path-MTU-Discovery durchführen, bei der die maximale Paketgrösse auf dem Weg zum Ziel ermittelt wird. Es ist vorgeschrieben, dass jede IPv6-Verbindung mindestens 1280 Bytes grosse Pakete übertragen kann.
Die grosse Zahl weiterer Header, die bei Bedarf verwendet werden können, sind den entsprechenden RFCs zu entnehmen.
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