Kapitel 2. Bestehende IPv6-Testnetze und Anbindungsmöglichkeiten

2.1. 6bone

Der 6bone stellt ein erstes Testbett dar, das dazu dient, Implementierungen von IPv6 zu erproben und allgemein Erfahrungen mit der Verwendung und Migration zu IPv6 zu sammeln. In der Anfangsphase bestanden die Verbindungen des 6bone aus Tunneln über IPv4, mittlerweile existieren allerdings auch schon einige native Verbindungen.

Um am 6bone teilzunehmen benötigt man einen Rechner, der über eine statische IPv4-Adresse verfügt, und der somit als Endpunkt des Tunnels dienen kann.

Der 6bone ist seit März 1996 in Betrieb und verwendet Adressen aus dem experimentellen Bereich nach rfc2471, unterhalb des Präfix 3FFE::/16. Die Planung sah von vornherein vor, dass dieser Adressraum nicht dauerhaft hierfür verwendet wird, sondern zu einem Zeitpunkt wieder freigegeben wird, zu dem der 6bone seine Berechtigung verloren hat. Mittlerweile ist IPv6 über die Erprobungsphase hinaus und soweit entwickelt, dass der produktive Einsatz absehbar ist. Daher ist es geplant, diese Abschaltung nach einer Übergangsphase, die am 1. Juli 2006 enden wird, vorzunehmen. Wer heutzutage ein IPv6-Netzwerk einrichten möchte, das auch von ausserhalb erreicht werden kann, sollte hierfür andere Möglichkeiten nutzen.